Geschichte

St. Michaelis ist eine ehemalige Klosterkirche und nimmt als solche eine Sonderstellung unter den Sakralbauten der Stadt ein. Das Michaeliskloster mit Michaeliskirche befand sich vom 10. Jahrhundert bis 1371 auf dem einst viel grösseren Kalkberg als benediktinisches Hauskloster und Grablege der Billunger und Welfen. Nach der Zerstörung von Burg und Kloster durch die Bürger Lüneburgs wurden Kloster und Kirche innerhalb der Stadtmauern neu errichtet. Das Kloster spielte eine bedeutende Rolle im Lande, der Abt war der vornehmste Geistliche in der Ständeversammlung, der „lüneburgischen Landschaft“. Die Klosterschule und die Partikularschule (für Knaben bürgerlicher Herkunft) waren weithin berühmt.
Im Mettenchor der letzteren sang Johann Sebastian Bach von 1700 bis 1702 als Chorknabe.

Im Jahre 1532 wurde das Kloster evangelisch, blieb aber als einziges Mönchskloster des Territoriums als ev. benediktinisches Ordenshaus erhalten. Erst 1655 wurde der ev. Konvent aufgelöst und in den Klostergebäuden die so genannte Ritterakademie zur Erziehung adeliger Söhne des Landes eingerichtet. Das Abtsamt blieb als Amt des Landhofmeisters, später Landschaftsdirektor bestehen.
1850 wurden Kloster und Ritterakademie aufgehoben, der größte Teil der Klostergebäude an staatliche Instanzen abgetreten, die Kirche selbst blieb Eigentum der Klosterkammer, einer eigenständigen Landesbehörde, von der sie bis heute unterhalten wird.

Zur Baugeschichte
Die Kirche ist eine dreischiffige, gotische Backstein – Hallenkirche, die infolge des nach Süden und Osten stark abfallenden Geländes im Osten ein starkes Fundament brauchte, wozu man eine Unterkirche in den Osthang baute, die gleichzeitig eine erste Verbindung zu den Klostergebäuden im Norden der Kirche schaffte. Ihre Säulen wurden 1894 – 1898 weitgehend neu aufgeführt, auch das Auferstehungsfenster und die Leuchter stammen aus jener Zeit . Aus der Entstehungszeit sind noch an den Wänden12 Weihekreuze erkennbar, vor allem aber die 18 Schlusssteine der mittelalterlichen Gewölbe, die eine besondere Kostbarkeit darstellen. Sie zeigen in 3 Reihen jeweils biblische Symbole für Christus, Maria und für die Aufgaben des Abtes. 1376 wurde der Grundstein für Unterkirche und Klostergebäude gelegt, 1388 zog der Konvent in die Klosteranlagen ein und benutzte die 1379 fertiggestellte Unterkirche für seine Gottesdienste, bis 1418 der Bau der Oberkirche beendet und auch diese geweiht war.
Mit der Errichtung des Turmes wurde erst 1430 begonnen; die Arbeiten wurden 1434 nach der Fertigstellung der Turmhalle und zweier darüber liegender Geschosse eingestellt und der Turm mit einem vierseitigen Pyramidendach versehen, das erst 1767 durch die heutige welsche Haube ersetzt wurde.
Die Kirche hatte zunächst drei getrennte Satteldächer über den Schiffen, die 1750/51 durch ein einziges Dach ersetzt wurden. 1794/95 erfolgte eine völlige Umgestaltung des Innenraums im Sinne der Aufklärung, 1864 – 1866 wurde ein Teil davon wieder rückgängig gemacht und der gotische Grundcharakter in neugotischer Form wiederhergestellt. Die letzte große Restaurierung erfolgte 1968 – 1972.

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Nächste Gottesdienste

  • 01.10.2017 um 10:00 Uhr

    Familiengottesdienst mit Abendmahl, am Erntedankfest, im Anschl. Kirchenkaffee

    Pn. Bettex
    St. Michaelis, Kirche
  • 04.10.2017 um 16:00 Uhr

    Andacht Alte Saline

  • 08.10.2017 um 10:00 Uhr

    Gottesdienst am 17. Sonntag nach Trinitatis

    Lektor Michael Elsner
    St. Michaelis, Kirche
  • 11.10.2017 um 15:30 Uhr

    Andacht Senioren- und Pflegezentrum am Lambertiplatz

    Dn. Stoffregen
  • 15.10.2017 um 10:00 Uhr

    Gottesdienst am 18. Sonntag nach Trinitatis

    P. Jacob
    St. Michaelis, Kirche
  • 19.10.2017 um 15:30 Uhr

    Andacht Therapie-und Pflegezentrum Gut Wienebüttel

    Dn. Stoffregen
  • 22.10.2017 um 10:00 Uhr

    Gottesdienst am 19. Sonntag nach Trinitatis

    Pn. Ideker
    St. Michaelis, Kirche
  • 22.10.2017 um 10:00 Uhr

    Krabbelgottesdienst

    Dn. Stoffregen & Team
    St. Michaelis, Gemeindehaus Auf dem Michaeliskloster 2b
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