St. Michaelis Lüneburg

Spaziergang 4

Gartenkirche (Werner-von-Meding-Str. 2) – Zentralfriedhof – Gartenkirche (ca. 3 km)

Spaziergang 4: Gartenkirche (Werner-von-Meding-Str. 2) – Zentralfriedhof – Gartenkirche (ca. 3 km)

Von der Gartenkirche biege rechts auf den Fußweg Richtung Orthoklinik;
am Ende biege auf den Ginsterweg rechts ab Richtung Bäckerei Harms;
beim Parkplatz der Bäckerei überquere die Straße und geh in die Einbahnstraße namens Heidkamp,
dann folge dem roten Pfeil auf dieser Karte

Konzept: Stephan Jacob

Station 1:

Willkommen in der Gartenkirche!

Unter dem Motto „Worte Wirken Wunder“ entsteht hier in den nächsten Monaten ein interaktiver Parcours zu Worten, die im Leben von Menschen aus unserer Gemeinde eine Rolle spielen.
Hier am bunten Mosaikkreuz kannst du eine Kerze anzünden und in die Laterne stellen. Streichhölzer findest du in der Schachtel links neben dem Altar.

Schaue in den Himmel und dann auf das Kreuz. Hier kann du Luthers Morgensegen sprechen und dich segnen mit dem Zeichen des heiligen Kreuzes:

Das walte Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist! Amen.
Ich danke dir, mein himmlischer Vater,
durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn,
dass du mich diese Nacht vor allem Schaden
und Gefahr behütet hast,
und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch
behüten vor Sünden und allem Übel,
dass dir all mein Tun und Leben gefalle.
Denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele
und alles in deine Hände.
Dein heiliger Engel sei mit mir,
dass der böse Feind keine Macht an mir finde.

Luther empfiehlt:
„Alsdann mit Freuden an dein Werk gegangen und etwa ein Lied gesungen.“ Hier in dem geschützten Raum der Gartenkirche kannst du frei singen! Z.B.:

Vertraut den neuen Wegen, / auf die der Herr uns weist, /
weil Leben heißt: sich regen, / weil Leben wandern heißt./
Seit leuchtend Gottes Bogen / am hohen Himmel stand, /
sind Menschen ausgezogen
in das gelobte Land.

Du kannst es dir auch von unserem Vokalensemble vorsingen lassen. Wenn Katzen und Hühner dazu kommen, erfreue dich an Gottes guter Schöpfung.

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Station 2:

Nun gehe auf dem Fußweg in Richtung Orthoklinik. Hier siehst du schon bald die Stele mit dem Wort aus dem „güldenen ABC“, wie der Psalm 119 in der Tradition genannt wird.

Gibt es ein Bibelwort, das dir leuchtet? Einleuchtet?

Die nächsten 1191,05 Schritte kannst du dies bedenken oder vor dir hersagen.

Achtung: Zähle nicht mit!

Station 3:

Über den Hintereingang kommst du nun auf den Zentralfriedhof. Es ist ein Herzstück unserer Stadt. Ein Ort des Gedenkens, der Trauer, der Hoffnung. Auch ein Ort guter Worte. Einige Familien haben einzelne Worte, einen Satz oder manchmal auch nur eine Bibelstellenangabe auf den Grabstein geschrieben. Schaue immer mal links und rechts. Es gibt viel zu entdecken. Steine erzählen! Hier an den Punkten 3 findest du einige Worte.

Unter anderem die drei großen Schlagworte aus dem Hohenlied der Liebe. Es ist reizvoll zu Hause mal nachzuschauen, was sich hinter Hiob 1,21 verbirgt.

Station 4:

Kurz vor der Weggabelung (ca. 10 Meter vor der abgebrochenen Säule) siehst du auf der rechten Seite einen schwarzen Grabstein mit einem aufgesetzten Kreuz. Lies den abgründigen Satz des Propheten Jesaja ruhig zwei- oder drei mal.

Gehe nun ca. 50 Meter weiter zur Grabstätte des Klinikums für die Kleinsten. Du kannst nun zu Beginn der Passionszeit an durchkreuzte Wege denken, eigene und die von anderen dir lieben Menschen.

Höre den alten Choral: „Befiehl du deine Wege und was dein Herze kränkt“.

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Nun lies die wunderbare Fortsetzung der Verheißung an Jesaja (aus dem Kapitel 55):

Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende. Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden. Berge und Hügel sollen vor euch her frohlocken mit Jauchzen und alle Bäume auf dem Felde in die Hände klatschen. Es sollen Zypressen statt Dornen wachsen und Myrten statt Nesseln.

„Bäume sollen in die Hände klatschen“ - mit diesem poetischen Wort geh nun durch die Allee. Schaue nach vorne! Und zur Seite, wie in den Feldern H+F Gräber um Bäume gruppiert sind. Wie im Plan eingezeichnet biege ab: links, rechts, links.

Station 5:

An dieser Stelle findest du einen großen, schwarzen, Grabstein, durch den du schauen kannst. Mit goldenen Buchstaben stehen dort zwei schöne, aber auch rätselhafte, denkwürdige Verse aus dem Hohen Lied der Liebe.

Für das Kreuz-Wort-Rätsel hier drei Links zum Weitergrübeln:

* Luther übersetzt das griechische Wort Enigma (αἴνιγμα) mit „dunkles Bild“, wörtlich: Rätsel
* „Angesicht“: das gleiche Wort erklingt im Segen („er lasse leuchten sein Angesicht über dir...“)
* „erkennen“: guck mal, wie dieses Wort in der Geschichte von Adam und Eva vorkommt (1. Mose 3)

Station 6:

„Gott wird abwischen alle Tränen ...“ Diese Verheißung verbirgt sich hinter der Abkürzung „OFFB. 21,4-5“ Lies zu Hause im stillen Kämmerlein gerne das ganze Kapitel im letzten Buch der Bibel; eine farbenfrohe Landkarte, ein traumhaftes Bild des himmlischen Gartens.
Auf dem Rückweg lasse dich beschwingt begleiten von der Segensstrophe des Eingangsliedes.

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Station 7:

Vom Fußweg entlang des Gemeindegarten siehst du zwischen den zwei Birken ein Herz hängen. Wenn du hindurchschaust, erkennst du weiter hinten ein Kreuz mit einem Altar, ein guter Ort zum Herz-Ausschütten und für das Vaterunser. Hier findest du ein Gefäß mit Segensworten für deinen weiteren Weg, wirkmächtige Worte.

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